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49:40 – Ich mache es gar nicht spannend, dafür bin ich immer noch zu freudig. Aus dem nichts heraus und völlig ungeplant habe ich auf zehn Kilometern eine neue Bestzeit und dabei sogar die 50 Minuten Marke geknackt. Das Ganze noch aus dem Grundlagentraining heraus ohne überhaupt in Tempotraining investiert zu haben. Kurz gesagt, ich bin baff.

Aber nun zum Lauf: Durch eine Facebook Gruppe wurde ich auf den Lauf aufmerksam. Der Lauf bot mir die Chance paar Leute aus der Gruppe zu treffen, aber zu dem konnte ich gut feststellen, wo ich aktuell stehe. Bald soll ein Trainer her und für einen guten Trainingsplan ist die aktuelle Zehner Zeit sehr wichtig.

Quasi am morgen entschied ich endgültig diesen Lauf zu laufen. Schnell noch die Rennlaufwäsche in die Waschmaschine werfen. Schnellprogramm 30 Minuten, dann in den Trockner, sollte aufgehen. Ging nicht auf. Ich habe einfach zuviel getrödelt, das falsche Programm gewählt und der Trockner war auch nicht so schnell, wie erwartet. Nun gut, Sportkleidung ist es gewöhnt Feuchtigkeit schnell abzutransportieren. Also zog ich die Klamotten halt halb feucht an. Und ich kann verraten, dass funktioniert erstaunlich gut. Bis ich in Haltern war, war die Wäsche komplett trocken.

Zum Frühstück könnte ich mir ein leckeres Nutellabrötchen. Das verdiene ich mir vorher schon, wie die Milka am Abend. Wofür laufe ich denn, wenn nicht zum sündigen?

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Haltern war mein erster Lauf, wo ich mich vor Ort Nachmelde. Das ging wirklich einfach. Man füllte ein kleinen Zettel aus und gab ihn mit 7,50 ab. Das war es schon. Dieser Lauf wurde handgestoppt. Es gab also keine Chips oder so und somit auch keine Bruttozeit. Habe ich so noch nicht mitgemacht, tut es aber auch. Für meine Zeit habe ich ja auch meine Uhr.

Nach der Anmeldung traf ich noch Verena, Michael und Ulli. Auch wenn es Schalker sind, sie waren wirklich nett und ich hoffe man sieht sich bei einem anderen Lauf wieder. Während wir uns unterhielten, überlegten wir welche Zeiten wir gehen wollen. Ruhig wollten wir es angehen.  Im Halbmarathon in Leverkusen lief ich eine 56 auf 10km. So dachte ich mir, eine 55 sollte locker drin sein. Ach sei mal Mutig, die Uhr auf 53 Minuten gestellt.

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Ab zur Startlinie, Peng und los geht’s. Der erste KM war noch sehr voll und so lief ich artig langsam los. Bei 1,2km ca. ging es etwas Abschüssig runter. Das war wie eine Beschleunigungsrampe. Ich lies laufen und  wurde immer schneller und irgendwie, wie weiß ich nicht, hielt ich das Tempo. Kilometerzwei, drei und vier flogen einfach vorbei. Es tat nicht weh, ich überholte Läufer und es lief einfach, die Sonne schien, es war schön. Bei Kilometer 5lies ich den Getränkestand rechts liegen. Ich brauche nichts und bloß nicht anhalten, dann ist dieser Run vorbei. Und außerdem habe ich ja schon die Hälfte geschafft. Ich lief und lief und es war so einfach. Atmung sauber halten, Laufen, Augen auf. Erst bei Kilometer 8 taten mir die Beine weh und ich wurde merklich schlapper. Aber die zwei Kilometer kann ich ja dann auch noch weiter laufen. Schwupps war ich über der Ziellinie. Ich konnte es gar nicht glauben.

Dann bin ich zum Auto zurück gewankt, habe mir warme Sachen angezogen und erstmal reingesetzt. Grober Fehler. Da  kam ich nicht mehr hoch und konnte somit nicht zum Kuchenbufette und zu den anderen. Ich schaute ganz oft sehr ungläubig auf meine Uhr. Aber ich war so schnell.

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Die Saison kann beginnen. Das wird mir ein Fest.

Discussion - One Comment
  1. Din

    Jan 19, 2015  at 14:59

    …und schwups war ich im Ziel. Herrlich! Glückwunsch zur total ungeplanten PB. Was so im Grundlagentraining möglich ist.

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